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Die Kryokonservierung von Oozyten wird aufgrund neuer, wissenschaftlicher Erkenntnisse durchgeführt. Die „ Vitrifikation“ ermöglicht den Prozess des schnellen Einfrierens von Eizellen. Diese Methode ermöglicht einen schonenden Umgang mit den Oozyten und erhöht deren Qualität für ihre Benutzung im späteren Zyklus der assistierten Reproduktion. Ein weiterer wesentlicher Vorteil dieses Einfriervorganges liegt in der hohen, fast verlustlosen Auftaurate von 98%.

Die „ Vitrifikation“ der Oozyten ist  auch für die Frauen bestimmt, die eine genügende Anzahl von  jungen und gesunden Eizellen als Fruchtbarkeitsreserve  für einen späteren Kinderwunsch einlagern möchten.

Eine bedeutende medizinische Indikation für die Oozyten- Vitrifikation ist eine geplante onkologische Behandlung der Frau, die für ihre Eizellen hoch toxisch sein kann.

FERTILITY RESERVE

Unter dem Begriff Fertilitätsreserve versteht man die Einlagerung von Eizellen, Samen oder Gewebe, um zu einem späteren Zeitpunkt  mit deren Hilfe eine Schwangerschaft zu erzielen.

Dies kann medizinische Gründe haben oder auf der Lebensplanung der Frau basieren. Frauen, die aus Karriere- oder Beziehungsgründen zur Zeit noch keine Familie planen möchten, können ihre Eizellen unbefruchtet über Jahre konservieren lassen um sich optimale Schwangerschaftschancen für einen späteren Lebensabschnitt zu erhalten.

Wie bereits im Abschnitt Fertility Check erwähnt, hat das weibliche Neugeborene ca. 2 Millionen Eizellen in seinen Eierstöcken. Die Anzahl der Eizellen reduziert sich bis zur Pubertät bereits auf ca. 400.000. In der fruchtbaren Phase der Frau verliert sie pro Monat etwa 1000 Eizellen. Mit der Abnahme der verbleibenden Anzahl von Eizellen verschlechtert sich zeitgleich auch deren Qualität. Bei einer 30-Jährigen ist jede zweite bis dritte Eizelle chromosomal in Ordnung, bei einer 40 jährigen Frau nur noch jede fünfte bis sechste Eizelle.

Durch die Technik der Vitrifikation ( Ultra schnelles Einfrieren ), ist es heute möglich Eizellen zu konservieren und für den Zeitpunkt der Wunschschwangerschaft aufzubewahren.

Bei dieser Technik handelt es sich um ein Verfahren, bei dem den Zellen durch Zugabe bestimmter Lösungen das intrazelluläre Wasser entzogen wird. Die Bildung von zellzerstörenden Eiskristallen wird verhindert.

Der große Vorteil dieser Methode ist die bis zu 98 % Auftaurate und der Umstand, dass außer befruchteten auch unbefruchtete Eizellen und Embryonen gefrierkonserviert werden können.
Der beste Zeitpunkt zum Anlegen einer Fertilitätsreserve ist, wenn die Frau Ende 20 bis Anfang 30 Jahre ist. Viele Frauen beschäftigen sich jedoch erst Mitte 30 mit dem Thema Wunschkind. Bei einer 30-jährigen Frau entwickeln sich allerdings nur etwa 30% der befruchteten Eizellen zur Blastozyste.

Es empfiehlt sich daher, für das Anlegen einer Fertilitätsreserve, mindestens 20 bis 30 Eizellen zu gewinnen und einzufrieren.

Um diese Anzahl von Eizellen zu gewinnen, müssen Sie  ca. 2 bis 3 Behandlungszyklen einplanen. Beim Embryotransfer von einer Blastozyste ist bei einer 30- Jährigen mit einer Schwangerschaftsrate von 40% zu rechnen. Transferiert man 2 Blastozysten erreicht man Schwangerschaftsraten von 50 bis 60%. Beim  Transfer von dreimal je 2 Blastozysten ( Double Embryo Transfer ) erreichen wir eine Schwangerschaftsrate von ca. 90%.

Wir bevorzügen den Single Embryo Transfer ( SET ) um das relativ hohe  Risiko einer Zwillings- Schwangerschaft , beim Transfer von 2 Embryonen, zu minimieren. Die beschriebene Methode der Vitrifikation  ermöglicht vergleichbar hohe Schwangerschaftsraten, nach Auftauen und Befruchtung, wie mit frischen Eizellen.

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