Der erste Schritt zu einer erfolgreichen Behandlung gegen Unfruchtbarkeit ist die genaue Diagnose ihrer Ursachen. Diese können sowohl bei Frauen als auch bei Männern liegen, in etwa 20% der Fälle treten sie bei beiden Partnern gleichzeitig auf. Angeborene Fehlbildungen, Entzündungen, Verletzungen, hormonelle Störungen, Alter, Umweltschadstoffe, Rauchen und Stress haben einen wesentlichen Einfluss auf die Fruchtbarkeitsstörungen.

Ursachen für Unfruchtbarkeit bei der Frau

Für die Unfruchtbarkeit bei der Frau gibt es etliche Ursachen, die miteinander verflochten sind. Sehr häufig kommt es zu einer Fehlbildung und damit verbundener Fehlfunktion der Fortpflanzungsorgane. Genetische, immunologische, hormonelle und psychogene Einflüsse treten auf. Bei einem sehr kleinen Prozentsatz der Frauen kann keine Ursache für die Unfruchtbarkeit festgestellt werden, wir sprechen folglich von einer idiopathischen Unfruchtbarkeit.

Der Ovarialfaktor

Die Bezeichnung Ovarialfaktor umfasst eine große Bandbreite an Problemen, die die Eierstöcke betreffen. Selbst bei einer gesunden Frau geht die Anzahl und Qualität der Eizellen mit zunehmendem Alter, insbesondere nach dem 35. Lebensjahr, zurück. Infolge dessen sinkt die Befruchtungswahrscheinlichkeit. Neben diesem natürlichen Prozess kann eine Störung der Reifung und Freisetzung der Eizelle (Anovulation), eine unzureichende Hormonproduktion der Eierstöcke, ein polyzystisches Ovarialsyndrom, die Einwirkung von Infektionen, Strahlung, Schadstoffen und anderen Faktoren auftreten.

Der tubare Faktor

Der tubare Faktor bezeichnet eine vom Eileiter ausgehende Ursache für Unfruchtbarkeit. Die Ursachen können zum Beispiel Fehlen oder Fehlbildungen der Eileiter sein. Auch komplett oder teilweise verschlossene Eileiter kommen als Ursache in Frage. Besonders nach Entzündungen oder durch Endometriose. Wenn der Eileiter nicht vollständig durchlässig ist, kann es zu einer Eileiterschwangerschaft kommen.

Uterusfaktor

Die Gebärmutter kann durch angeborene Fehlbildungen, wie Störung in der normalen Entwicklung oder unzureichende Durchgängigkeit der Gebärmutter, beeinträchtigt werden. Auch pathologische Veränderungen, wie zum Beispiel Myome oder Polypen, treten auf. Entscheidend für die Fruchtbarkeit ist auch die Beschaffenheit des Gebärmutterschleims, die unter anderem durch hormonelle Faktoren bestimmt wird.

Endometriose

Endometriose ist eine sehr häufige Erkrankung, bei der sich Wucherungen von Gewebe der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter befinden. Dort reagieren sie auf hormonelle Veränderungen und führen zu chronischen Entzündungen. Endometriose verursacht beispielsweise Verwachsungen oder einen vollständigen Verschluss der Eileiter und kann die Follikelreifung stören. Sie gilt als eine der häufigsten Ursachen für die Sterilität von Frauen.

Psychogene Ursachen für Unfruchtbarkeit

Psychische Faktoren werden auch als eine der Ursachen für Unfruchtbarkeit bezeichnet. Dabei kann es sich um Langzeitstress, Angst, aber auch einige Krankheiten, wie mentale Anorexie, handeln.

Ursachen für Unfruchtbarkeit bei dem Mann

Die Ursachen für Unfruchtbarkeit bei den Männern können außerhalb des Hodens, innerhalb des Hodens sowie beim anschließenden Transport der Spermien entstehen.

Prätestikuläre Ursachen für Unfruchtbarkeit

Die Aktivität des Hodens ist genetisch bedingt und wird von dem Gehirnzentrum aus gesteuert. Wenn in diesem Bereich eine Störung auftritt, sprechen wir von einer prätestikulären Ursache der Sterilität. Am häufigsten tritt eine unzureichende Entwicklung der Keimdrüsen auf, der sog. Hypogonadismus.

Testikuläre Ursachen für Unfruchtbarkeit

Weitere Ursachen, die zu Unfruchtbarkeit führen können, sind direkt im Bereich des Hodens lokalisiert. Diese Form der Unfruchtbarkeit kann durch verschiedene Krankheiten, Belastung mit Schadstoffen, nach Verletzungen oder Operationen verursacht werden. Diese Faktoren haben einen wesentlichen Einfluss auf die Spermienproduktion.

  • Verminderte Anzahl von Spermien (Oligospermie) - Von einer verminderten Anzahl von Spermien spricht man, wenn weniger als 15 Millionen Spermien pro 1 ml Ejakulat vorliegen. Bei weniger als 1 Million Spermien pro 1 ml Ejakulat liegt eine Kryptospermie vor.
  • Fehlen von Spermien im Ejakulat (Azoospermie) - Azoospermie ist ein Befund, bei dem Spermien im Ejakulat vollständig fehlen. Die Ursachen hierfür können bereits im beschädigten Hodengewebe liegen, gegebenenfalls finden sich Störungen beim Transport der Spermien.
  • Verminderte Beweglichkeit der Spermien (Asthenospermie) - Unter Asthenospermie versteht man die Unfähigkeit der Spermien, die Eizelle zu erreichen und zu befruchten.

Posttestikuläre Ursachen der Unfruchtbarkeit

Bei Männern, bei denen wir von einer posttestikulären Ursache der Infertilität sprechen, ist die Aktivität der Hoden normalerweise intakt und das Problem tritt erst in den nachfolgenden Funktionen auf. Dazu gehören Störungen des Spermientransports, beispielsweise infolge von früheren Infektionen, zystischer Fibrose oder auch Sterilisation. Beschwerden psychologischer oder neurologischer Natur gehören auch dazu, zum Beispiel Impotenz oder Ejakulationsstörungen.

Fertilitätsstörungen treten häufiger bei Frauen als bei Männern auf

Genetische Ursachen

Die genetischen Ursachen für Unfruchtbarkeit sind Störungen in der chromosomalen oder genetischen Ausstattung. Zu den Auslösern gehören sowohl die Geschlechtschromosomen als auch die Autosomen. Diese Menschen sind dann Träger eines Gendefekts. Es muss nicht immer eine Unfähigkeit vorliegen, auf natürliche Weise schwanger zu werden, dennoch wird in diesem Fall meistens eine In-vitro-Fertilisation empfohlen. Dadurch wird die Möglichkeit ausgeschlossen, dass ein Kind mit einem Gendefekt gezeugt wird. Genetische Anomalien führen gewöhnlich zur Abtreibung im ersten Trimester.

Immunologische Ursachen

Sowohl bei der Frau als auch beim Mann können ebenfalls immunologische Faktoren für die Sterilität verantwortlich sein. In diesem Fall werden die Eizellen oder Samenzellen vom Immunsystem bekämpft. Infolgedessen beeinträchtigen die Antikörper die Spermien in ihrer Beweglichkeit, verhindern die Befruchtung der Eizelle, beziehungsweise wirken sich ungünstig auf die Entwicklung des Embryos aus.

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